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Startups – Wirtschaftsministerin Schramböck will Gründerszene stärken – On The Grid Ep: 251

Bei einem Meetup mit steirischen Startups am Valentinstag traf Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck im Grazer Coworking-Center SpaceLend auf junge Unternehmensgründer und präsentierte Teile ihres Wirtschaftsprogramms.

„WIRTSCHAFTSMINISTERIN BEI STARTUP MEETUP

Startups, Coworking Space, Design, Innovation und Creative Industries, diese Modebegriffe umschreiben die Realität von Einzel- und Klein-Untenehmen die insbesondere im technischen Bereich versuchen mit neuen Ideen den wirtschaftlichen Durchbruch zu erzielen. Die Politik versucht auch dieses Segment entsprechend zu bedienen und so werden Startups gerne als die Zukunft der heimischen Wirtschaft gesehen.


Video: Ministerin Margarete Schramböck sprach im Interview mit Inside-Politics davon, dass Graz ein großer Hub für die heimische Startup-Szene ist. 

Die Liebe zu den innovativen Jungunternehmern ist in Österreich aber noch relativ jung. Dass die Kennenlernveranstaltung (Meetup) von Startup-Gründern und Wirtschaftsministerin Dr. Margarete Schramböck in Graz ausgerechnet am Valentinstag stattfand war aber wohl mehr dem Terminkalender geschuldet als gewollt. Die Ministerin machte sich dabei in der Coworking-Area SpaceLend ein Bild von der heimischen Gründer-Szene. 

Schramböck wurde in einer Frage-  und Antwortrunde auch mit Problemen der  Jungunternehmen konfrontiert. Diese sprachen etwa das Henne-Ei-Problem mit Förderungen und Krediten, Anschubfinanzierungen, Garantien und Bankkredite an.

„WORK IN AUSTRIA“ SOLL FRISCHE ARBEITSKRÄFTE NACH ÖSTERREICH BRINGEN

Eine weitere Herausforderung ist der immanent gewordene Fachkräftemangel.
So präsentierte Schramböck die Initiative „Work in Austria“ welche demnächst in Danzing (Gdansk, Polen) mit einer eigenen Informationsveranstaltung stattfindet. Diese Kampagne soll vermehrt Fachkräfte nach Österreich bringen. Denn derzeit sind gerade im DACH-Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) Städte wie Berlin, München und Zürich die Top-Destinationen für Firmenansiedlungen.

Wien, Graz oder Linz haben hier meist das Nachsehen, wie wohl auch hier sich eine bunte und breite Szene in der Innovationswirtschaft entwickelt hat und hier etwa die wissenschaftlichen Grundlagen für Algorithmen (Facebook Algorithmus), Global Mapping (Google Earth und Maps) oder Spracherkennungssoftware (Siri, Alexa) erforscht wurden. 

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Bild: Auf Tuchfühlung – Jungunternehmer konnten am Valentinstag ihre Anliegen und Fragen direkt an die Ministerin adressieren.

Mit der Kampagne „Work in Austria“ will man auch dem „Museums Image“ im Ausland entgegentreten. Denn obwohl die Ministerin in ihren Antworten gegenüber den Firmengründern die Stärken Österreichs betont hat, so gibt es neben den hohen Sozialstandards, der Sicherheit, der schönen Seen und Bergen auch eine Reihe Nachteile für Jungunternehmer und Fachkräfte gegenüber anderen Staaten. 

Denn die Pflichtkammermitgliedschaft, die teils hohen Steuern und Abgaben, die insbesondere auch in der Gründungsphase das Startkapital belasten und die bislang noch wenig bekannten Startup-Initiativen wie „Silicon Alps“ sorgen dafür, dass der österreichische Wirtschaftsstandort von den Zielgruppen im „fernen“ Ausland wenig wahrgenommen wird.
Österreich siehst sich zudem auch zusehends mit dem Problem konfrontiert, dass unmittelbare Nachbarstaaten wie Tschechien, die Slowakei, Ungarn und auch Slowenien längst nicht mehr ausreichen um den Bedarf an Arbeitskräften zu decken. Auch in Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Serbien werden junge Leute fleißig von österreichischen Unternehmen rekrutiert.

Das Ergebnis hinterlässt jedoch in den Herkunftländern seine Spuren.
Knapp 20% der kroatischen Bevölkerung haben seit der Jahrtausendwende das Land verlassen. Der Fachkräftemangel ist in dem Adriastaat, wie auch den anderen Balkanländern zum – aus heutiger Sicht – unlösbaren Problem geworden. So wird auf Kosten der Wirtschaftskraft anderer Länder die heimische Wirtschaft am Leben gehalten, eine Herausforderung die in den nächsten Jahren insbesondere die Sozialsystem dieser Länder belasten wird.

SCHRAMBÖCK WILL WIRTSCHAFT UND WISSENSCHAFT NOCH STÄRKER MITEINANDER VERKNÜPFEN

Neben der Innovationsforschung, dem Fin-Tech-Sektor (Finanztechnologien) und 
Software-Schmieden, will die Wirtschaftsministerin auch in Zukunftstechnologien investieren und Österreich zum wissenschaftlichen und ökonomischen Leuchtturm machen. 


Video: Kurzer Mitschnitt vom Ende der Fragestunde mit der Wirtschaftsministerin.

Schramböck verwies dabei auf die Notwendigkeit, dass bei neuen Themen wie dem Bereich „Energieträger Wasserstoff“ die Ministerien für Wirtschaft, Infrastruktur und Bildung gemeinsam Schritte setzen müssen um von der Grundlagenforschung, der technischen und wirtschaftlichen Machbarkeit, bis zur flächendenkenden Umsetzung alle Aspekte solcher weitgreifenden Technologien mit ihren unzähligen Anwendungsmöglichkeiten abdecken zu können.

Zum Abschluss der Veranstaltung sprach Margarete Schramböck auch davon, dass sie insbesondere bei EU-Initiativen zur Sicherung und Wiederverwertung kritischer Ressourcen Österreich an die Spitze der europaweiten Bestrebungen bringen will. Dazu nimmt sie bei Informationensveranstaltungen wie eben jener Im Space Lend auch Kontakt mit Experten auch und bereitet nun Initiativen vor, in denen Jungforscher und Unternehmer von Morgen ihre Expertise einbringen können. 

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Written by Sivic

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