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Vom Weihnachtsmann bis zum Christkind – Elfriede Danklmeier (Zeugen Jehovas)

Von wo kommen die Bräuche die wir zu Weihnachten begehen? Elfriede Danklmeier versucht in ihren Worten zur Weihnacht dieser Fragen auf den Grund zu gehen.

Christkind, Weihnachtsmann, Santa Claus, Väterchen Frost und die Hexe La Befana
Geschenke, Glanz und Kerzenschein zur Weihnachtszeit sorgen alljährlich für strahlende Kinderaugen.
Weltweit beteiligen sich daran viele Geschenkespender, doch agieren sie nicht immer zu gleichen Zeit.
Text von Elfriede Danklmeier (Zeugen Jehovas).

Das blondgelockte Christkind

In den katholischen Gegenden von Österreich und Deutschland kommt das Christkind am Abend des 25. Dezember oder am Abend davor.
Bereits über Jahrhunderte wird in Geschichten, Gedichten und Krippenspielen das neugeborene Jesuskind als Christkind verherrlicht. Im Laufe der Zeit wurde das Christkind als engelsgleiches Wesen der Überbringer von Geschenken.

Weihnachtsmann und Santa Claus

Mit langem Rauschebart, rotem Gewand und weißem Pelz sind Santa Claus und der Weihnachtsmann optisch sehr ähnlich. Doch haben sie unterschiedliche Arbeitszeiten. In Europa hat der Weihnachtsmann eher noch christliche Motive. Auf seinem Schlitten der von Rentieren gezogen wird, fliegt er um die Welt. Mancherorts klopft er am 24.12. an die Türen, um seine Geschenke persönlich zu überreichen. Santa Claus rutscht nachts durch den Schornstein und stärkt sich mit Milch und Keksen, die für ihn bereitgestellt wurden. Am Morgen des 25.12. erfreut man sich der Geschenke.

Der Vorfahre dieser beiden Weihnachtsfiguren ist eine historische Person, Nikolaus von Myra. Er wirkte in der ersten Hälfte des 4 Jahrhunderts als Bischof, setzte sich für die Armen ein und spendete sein ererbtes Vermögen Notleidenden. Sein Todestag war nach Aufzeichnungen der 6.12. Das Schenken zur Winterzeit wird daher von dem abgeleitet, was dieser Priester für Bedürftige tat.
Genauso bringen Väterchen Frost in Russland und die Hexe La Befana in Italien zur Winterzeit den Kindern Geschenke.

Woher kommen diese Bräuche?

Über das Weihnachtsfest, wie man es heute kennt, schreibt die Encyclopedia Americana: Die meisten der Bräuche, die heute mit Weihnachten verbunden sind, waren heidnischen Ursprungs. Diese stammen aus vorchristlicher Zeit und wurden von den christlichen Kirchen übernommen. So bekamen sie im Laufe der Zeit einen christlichen Touch. Die Saturnalien, ein Fest, das die Römer Mitte Dezember feierten, und die Wintersonnenwende am 25.12. lassen eine Ableitung für viele weihnachtliche Festlichkeiten zu. Die Bibel und das Weihnachtsfest
Nirgendwo im Neuen Testament findet man einen Hinweis auf das Weihnachtsfest. Es nimmt zwar Bezug auf Jesus Geburt, allerdings passt der zeitliche Rahmen nicht.


Christus selbst sowie seine Jünger feierten dieses Fest nicht. Jehovas Zeugen schließen sich den Christen im ersten Jahrhundert an, und bringen den Menschen überall auf Erden die frohe Nachricht von etwas Besserem. Millionen Menschen weltweit freuen sich über das, was die gute Botschaft der Bibel bietet.

Elfriede Danklmaier

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Written by Leserbrief

2 Comments

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  1. bin sehr verwundert, dass einer umstrittenen sekte hier platz eingeräumt wird. hoffe das war ein einmaliger ausrutscher.

    wäre schade, wenn das projekt darunter leiden würde.

  2. Streng genommen können alle Religionsgemeinschaften als Sekten bezeichnet werden, immerhin gibt es eine wissenschaftliche und populäre Definition dieses Begriffes. Ich will hier aber niemanden zu Nahe treten. Darüber hinaus sind die Zeugen Jehovas seit 2009 eine in Österreich anerkannte Religionsgemeinschaft und waren sogar im Nationalsozialismus verfolgt worden. Ich verstehe dennoch Ihren Kritikpunkt und habe auch deswegen diesen Text als das gekennzeichnet was es ist, nämlich ein Leserbrief.

    Die Anfrage ob wir einen Text veröffentlichen können war an uns von der Autorin herangetragen worden. Ich bin diesem Wunsch nachgekommen, wollte aber dies in einem Kontext setzen der auch die anderen christlichen Konfessionen berücksichtigt.

    Mir ist die Kontroverse über die Zeugen Jehovas und die Ihnen nachgesagten Methoden selbstverständlich bekannt, aber wir als Medium müssen auch über unseren Tellerrand hinaus blicken können, sonst haben wir keine Existenzberechtigung. Gleichzeitig sind etwa die vielen durch Mitglieder der katholischen Kirche begangenen Verbrechen an jungen Menschen genauso ein Thema diese als Institution kritisch zu hinterfragen. Aber ich möchte hier nicht mit „Tu quoque“-Argumenten (Du auch) oder „Whataboutism“ (Und was ist mit den anderen?) anfangen, denn sonst werden wir nie fertig.

    Auch in der Vergangenheit haben wir in vielen Interviews, u.a. mit Martin Sonneborn (Die Partei) oder Martin Sellner (Identitäre Bewegung Österreichs), sehr umstrittene Meinungen zugelassen. Diese Entscheidungen haben aber am Ende dazu geführt, dass Inside Politics eben genau deswegen bei unserer Leserschaft den Stellenwert eines Blogs/Magazins zur politischen Meinungsbildung haben, der auch andere Meinungen zulässt, die größere Medien kaum oder überhaupt nicht abbilden.

    Ich habe daher Anfang Dezember auch bei der katholischen und evangelischen Kirche darum gebeten uns Texte zukommen zu lassen und bekam leider keine Antwort. Das kann verschiedene Gründe haben, vom technischen Problem bis zum zeitlichen Stress vor Weihnachten können hier mehrere Faktoren eine Rolle gespielt haben und erklären warum wir keine Antwort erhielten.

    Trotzdem habe ich die Weihnachtsbotschaften des Bischofs und des Superintendenten übernommen, dazu auch jene des ukrainischen Präsidenten, da Inside-Politics im Presseverteiler der ukrainischen Präsidentschaftskanzlei ist, war dies wiederum kein Problem. Letztere richtet sich insbesondere an die orthodoxen Gläubigen in West-Europa bzw. in den Ländern westlich der Ukraine.

    Am Ende bleibt tatsächlich die Frage ob wir uns mehr mit Religion, den entsprechenden Leitbildern und der jeweils darunter liegenden Ideologie befassen sollen. Das müssen wir erst entscheiden, faktisch sehe ich aber sehr wohl den Einfluss den Religionen auf die Gesellschaft und etwa Medien haben, als sehr interessanten Aspekt, dem wir uns mehr widmen sollten.

    Herzlichst, Sivic!

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