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272, Nachgefragt – Quo vadis Rauchverbot – Rauchen erst ab 18?

Ahoi zum 272. Beitrag!
 

Der blaue Dunst ist ein Thema, dass die Politik immer wieder aufgreift. Vom Rauchverbot in Gaststätten und öffentlichen Gebäuden, über Präventionsmaßnahmen, bis hin zum generellen Rauchverbot für Jugendliche.
Ich habe einmal nachgefragt was die Jugendlandesrätin Ursula Lackner (SPÖ) dazu sagt.



Bild: Rauchen ist auch ein Laster der Jugend.

Diese Woche war ja Weltnichtrauchertag und nachdem am Montag die Obfrau der steirischen Gebietskrankenkasse Verena Nussbaum im Beisein von Gesundheitslandesrat Christopher Drexler (ÖVP), sich für ein generelles Rauchverbot für unter 18 Jährige aussprach, habe ich im Büro der zuständigen Jugendlandesrätin Ursula Lackner (SPÖ) nachgefragt, wie man dort zu der Thematik steht.

 

 
Video: Infoveranstaltung anlässlich des Weltnichtrauchertags in Graz.

 

Meine Fragen (schwarz) und die Antworten (blau) der Landesrätin könnt ihr hier nachlesen:

  • Gab oder gibt es Diskussionen mit Gesundheitslandesrat Drexler und den Sozialpartnern (WK, AK, Gewerkschaft und Krankenkassen), sowie Jugendvertretern im Bezug auf ein Rauchverbot?

    Nein, derzeit nicht.
  • Wurde das Thema auf der LandesjugendreferentInnenkonferenz im April erörtert und gab es Diskussionen über die weitere Vorgehensweise zu diesem Thema?

    Ja, das Thema Tabak wurde bei der letzten LandesjugendreferentInnenkonferenz intensiv erörtert und diskutiert, wobei es von den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Zugänge gab. Es wurde vereinbart, eine österreichweit koordinierte Erweiterung der bestehenden Verbote von Rauchwaren auch für Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren in den jeweiligen Landesjugendschutzgesetzen zu prüfen. Somit wird dieses Thema bei der nächsten Konferenz weiter behandelt.

    Bild: Landesrätin Ursula Lackner setzt weiterhin auf Prävention durch Aufklärung im Jugendschutz.

  • Würde die Steiermark hier einen Alleingang im Jugendschutz machen, oder gibt es auch andere Bundesländer die sich für ein Verkaufs- und Konsumverbot einsetzen? Wenn Ja, welche?

    Wie oben erwähnt sind die Bundesländer übereingekommen, eine österreichweite koordinierte Vorgehensweise in dieser Sache zu verfolgen.

  • Würden Sie auch beim Alkoholkonsum eine Verschärfung des Gesetzes fordern (Stichwort: Prohibition)?

    Nein. Derzeit ist der Konsum, Erwerb und Besitz von sämtlichen alkoholischen Getränken unter 16 Jahren
    sowie bei gebranntem Alkohol unter 18 Jahren nicht erlaubt. Diese Regelung ist ausreichend.
  • Gibt es im heurigen Jahr der Jugendarbeit, auch verstärkt Projekte, die sich mit dem Thema Suchtprävention beschäftigen?

    Suchtprävention ist ein Thema, dass die gesamte Bevölkerung betrifft und sich nicht auf das Segment der Jugend beschränkt. Insofern liegt die Zuständigkeit dafür im Gesundheitsbereich. Was den Jugendschutz betrifft
    , wird es im Herbst 2016 aber verstärkte Initiativen („Wir können auch anders“; Kinospots etc.) in diesem Bereich geben, das bereits seit Jahren praktizierte Mystery-Shopping wird intensiv fortgesetzt.   


Ich bedanke mich an dieser Stelle auch beim Pressesprecher von Landesrätin Lackner, Hrn. Michael Samec für die schnelle Abwicklung des Interviews.

Gehabt euch wohl,

 

Euer Sivic!

Written by Sivic

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