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158, Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen!

Grüß euch, zur 158. Ausgabe meines Blogs!

Sven Knoll baldiger Gast bei Inside Politics (es geht schon bald weiter), meinte ja dass es eigenartig ist dass die meisten Poltiker meinen, dass in einem vereinten Europa keine Grenzverschiebungen, oder Wiedervereinigungen mehr möglich wären.

Bild 1: Diesmal baut man eine Mauer dass die Russen nicht reinkommen.

Dem ist nichts hinzuzufügen, weil der Mann recht hat, jedoch ist es interessant dass die Ukraine nun eine Mauer zu Russland baut.
2.300 km (!) lang soll die neue Touristenattraktion im Osten werden, die die erste Verteidigungslinie gegen Russland darstellen wird, wenn man den Worten Arsenij Jazenjuk glauben darf. Apropos, interessant dass dieser Mann aus Czernowitz kommt, damit wäre er geographisch gesehen ein sogenannter „Altösterreicher„, egal ob mir das gefällt oder nicht, der Mann wird ja immer wieder gerne mit einem gewissen Herrn aus Braunau verglichen.
Bekanntlich hatten wir ja immer so unsere Probleme mit Personen aus den Randgebieten.

Zurück zum Thema, war die Idee für den Bau der Grenzbefestigungen früher dass kein Mensch aus dem Osten in den Westen kommt, ist man diesmal der Meinung dass die Russen nicht mehr reinkommen sollen. Mhm, wie war das nochmal mit dem spöttischen Begriff „EUDSSR„?

Moment, feiern wir nicht gerade 25 Jahre Mauerfall?

Ja schon, oder naja ich feiere eigentlich nur den Fall des eisernen Vorhangs zu unseren Schwester- und Brudervölkern in der damaligen Tschechoslowakei und Ungarn, zu Jugoslawien war ja die Grenze schon länger offen.
Die DDR könnte mir ja eigentlich egal sein, wenn man die deutsch sprechenden Österreicher hinter der Mauer einmal außer Acht lässt. Ich müsste jetzt lügen wie viele das letztendlich waren, aber eine Zahl im sechsstelligen Bereich war es einmal sicher. Diese Leute, auch Sudetendeutsche genannt, werden nur selten als Österreicher bezeichnet, weil Sie 1939 deutsche Pässe bekamen und somit Reichsbürger waren, der Status einer österreichischen Minderheit auf tschechischen Boden war damit passe.

Und nach dem Krieg wollte Figl nicht unbedingt 3 Millionen heimatlose Personen aufnehmen „Benes-Dekrete“ sei dank. Aber gut Benes (er hatte auch seine guten Seiten) ist eine zwiespältige Person, bin mal gespannt wie die Geschichte über unsere Generation urteilen wird.
Es sind aber etliche dieser Leute auch in die Republik Österreich emigriert.

Aber zurück zu den Mauern der Gegenwart, wie das ZIB-Magazin seinen Bericht gestern nannte, man braucht keine „Expertin“ für Konfliktlösung befragen um zu wissen, dass eine Mauer keine dauerhafte Lösung ist, weder in Zypern, Israel, der Slowakei (Roma-Siedlungen werden dort eingezäunt) noch in der Ukraine wird dies zu einer Verbesserung der Beziehungen führen, wo ist die Wind of Change Politik der späten 80er und frühen 90er Jahre, haben wir es wirklich verblockt (das Wortspiel ist Absicht), ich glaube schon. Der Westen verkommt wieder in ein Block-Denken, nur so funktioniert die Welt eben nicht mehr.

Video 1: Ein Lied das ganze Generationen begleitete „Wind of Change“.

Also Kinder, packt die Akkubohrer und Fahrräder aus und ab zu den Mauern, heute muss es nämlich nicht nur „Völker legt die Waffen nieder“, sondern auch „Völker reißt die Mauern nieder“ heißen, sonst machen die Politiker wirklich was Sie wollen.

Written by Sivic

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