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180, Extremismus

180, bewegen wir uns langsam, oder doch schnell?

Keine Ahnung, jetzt wird es aber interessant, nach aktueller Einschätzung, wird Mitte/ Ende Februar der 200. Beitrag veröffentlicht.
Im Schnitt verfasste ich letztes Jahr 11 Beiträge pro Monat, insgesamt waren es 133 Blogeinträge, plus 10 veröffentlichte Episoden von Inside Politics.

Damit wird auch ziemlich deutlich das ich dies aus Leidenschaft mache, wobei ich persönlich sehe hier schon einige extremistische Elemente in meinem Leben kommen und damit bin ich beim heutigen Titel.

Ich beschäftige mich übrigens Heute mit Extremismus und Extremen und daher will ich vorher noch ein innenpolitisches Thema einbringen, denn Werner Faymann hat sich dem Extrem gestellt und sich nach 2 1/2 Jahren wieder von Armin Wolf interviewen lassen.

  Video 1: Werner Faymann gibt sich staatsmännisch und videotelefoniert mit Armin Wolf aus dem Bundeskanzleramt, (ehemals geheime Staatskanzlei).

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Das heutige Thema ist Extremismus und der Weg dahin, daher herzlich Willkommen zum 180. Beitrag, meines Blogs.
Einem Beitrag der die Schwierigkeit einer Begriffsfindung zu erklären versucht.

Warum ich das so sage?

Ich bin niemand der sich erdreistet zu behaupten, dass er die ganze Welt kennt und Leuten Vorschriften macht, wie Sie zu denken haben und wenn jemand den Eindruck hat, dann habe ich mich wohl fälschlich ausgedrückt.

Begeben wir uns also auf die Reise:

Ein der linken Szene zuzurechnender Mensch, sagte mir am vorigen Donnerstag bei Bernhard Weidingers Vortrag über deutschnationale Burschenschaften und deren iedologische Entwicklungen nach 1945 folgendes: „Das ganze Lagersystem ist wie ein Hufeisen, die Extreme Linke und Rechte, finden sich am Ende wieder auf der selben Ebene wieder!“

Wie recht der junge Mann doch hat, unsere gesamte Gesellschaft befindet sich in einem Rausch auf dem Weg das Maximum der Extreme zu erfassen und zu erleben. Daher versuche ich nun den Weg und den Begriff mit seinen Seitenwegen nachzuzeichnen.

Dabei nehmen wir die totale Überwachung, genauso in Kauf wie die toten Extremsportler die bei Red-Bull unter Vertrag standen und deren Tod von Red Bull nur im Kleingedruckten in einer kurzen Announce veröffentlicht wird. Dass der Konzern einige Monate nach dem Unglück des Sportlers über dessen Erfahrungen und Erlebnisse einen Film rausbringt wird ebenso in Kauf genommen und konsumiert. Einziges Manko, dass Er oder gar Sie nun Tod sind wird verschwiegen und vielleicht am Ende des Abspanns erwähnt.

Damit nehmen wir es zwar schon in Kauf, aber eigentlich wird es doch ignoriert.

Dies ist nur ein Beispiel um einmal zu zeigen, welche Züge der Hang zur Extreme annehmen kann.

Ergo, ist Nummer Eins auf der Liste: „Der Hang zum Extremen“. 

Jedoch kann der Hang zu extremen Neigungen viel sein, genauso wie es weiter unten Nummer Drei sein kann, jedoch definiert sich ein Extrem als etwas was weit über dem von der Gesellschaft oder z.b. technischen Richtlinien als „Normal“ angesehen wird.

Bild 1: IS Mitglied kündigt die Tötung eines Journalisten an.

So kann ja auch ein Tanzperformance mit 3 Männern und einer Frau etwas in seiner Darstellung für den Beobachter „extremes“ sein, ist jedoch noch immer Harmlos. Das Kopfabschneiden eines Journalisten kann bei uns als Extrem aufgenommen werden, in Ländern wo die Todesstrafe es zulässt dass der Verurteilte mit einem Säbel geköpft wird, verurteilt man die Tat des IS dann z.b. nur als eine Tat die von Kriminellen und nicht von einem Rechtstaat verübt wurde, aber auch meine Aussage diesbezüglich kann nun schon als „extrem“ und respektlos, weil klischeehaft und intolerant, von anderen Persongen aufgefasst werden.

Und ganz ehrlich, es macht keinen Unterschied aus der Sicht des Täters, ob er in einem amerikanischen Kampfhubschrauber sitzt und dreckige Irakis umbringt, oder den Auslöser einer AK 47 drückt und heidnische Journalisten erschießt, die Mohammed Karikaturen veröffentlichen.

Und eben irgendetwas muss ja passieren und da sein, damit jemand eine Tat ausübt.

Video 2: US Piloten erhöhen ihre Trefferquote.


Nummer Zwei ist also: „Aktio = Reaktio“, weil irgend etwas, oder jemand muss festlegen dass ich etwas mache und sei es nur ein Berg der da steht und den ich besteigen will.

Es macht auch keinen Unterschied, wenn man Burschenschafter die Bürgerehre abspricht und sie zum Freiwild erklärt, oder Katholiken generell als Antisemiten bezeichnet und aus einer extremen Sichtweise heraus feststellt, dass der einzige Weg zur Verhinderung von Antisemitismus darin liegt, das  Christentum zu verbieten.

Oder wenn wir schon bei Bergen sind, es braucht Training und die Bereitschaft es auch anzugehen diesen zu besteigen, der Tatendrang muss dann auch umgesetzt werden.

Nummer Drei ist also: „Der Drang zur extremen Tat“.

Ein Freund von mir hat mir kürzlich vorgerechnet wie viele Burschenschafter es noch in Graz auf „Hochschulebene“ gibt, wir schätzen dass die Zahl bei 40- max. 50 Personen liegt, mit der Sängerschaft Gothia, den drei aktiven Corps, der Landsmannschaft Viruna und vielleicht der ein oder anderen Verbindung die mir gerade einfällt, gibt es vielleicht 80-100 aktive Studenten im „schlagenden“ Segment, wovon 8/9 Verbindungen Burschenschaften sind.

Zum Vergleich, die älteste katholische Studentenverbindung in Graz, die CV Verbindung Carolina hatte in den letzten Jahren immer zwischen 100-150 aktive Studenten in ihren Reihen.

Aber gegen die Katholiken, soll erst in ein paar Jahren (laut Aussage eines jungen Grünen) vorgegangen werden, weil zu mindestens in Graz, sind derzeit die Mittel nicht da um zwei Demonstrationen in dieser Größe zu organisieren. Nette Ansage, jedoch sollte man bedenken dass die Grünen meistens mit ÖVP koalieren, da will man mit dem CV nicht auch noch kollidieren.

Und da sind wir auch bei einem Punkt anbelangt, an dem die Obrigkeiten große Mitschuld tragen, nämlich die Förderung von extremen Taten und in weiterer Folge die Forderung des extremen.

Gute Beispiele dafür findet man im Sport und unter anderem in der Jägerschaft, denn es macht noch immer moralisch einen Unterschied ob eine Basketballmannschaft 20 Siege in einer Saison gemacht hat und vielleicht 3 Mal die Staatsmeisterschaft gewann und dies auf ihren Dressen stolz mit Sternen, oder ähnlichen präsentiert, oder ob ein Weidmann 50 Tiere erlegt und vielleicht einmal Jäger des Jahres war.

Die Betonung liegt hier auf „moralisch“, denn objektiv betrachtet weiß man ja von außen auch nicht ob der Befehl des Trainers kam den Gegner nieder zu mähen und nach einer Saison 15 oder mehr verletzte Gegenspieler Krankenhäuser von innen gesehen haben. Und ebenso weiß man auch nicht immer, ob es sich bei den erlegten Tieren nicht auch um „krankes“ Wild handelte.

Eine Form sich dann zu präsentieren, sind dann Dressen, oder ausgestellte Skalps, im ersten und zweiten Weltkrieg, waren es Belobigungen und oder Auszeichnungen die Soldaten in Form von Abzeichen, Medaillen, Orden und Beförderungen bekamen, wenn Sie etwas erreicht haben und ausnahmslos alle Armeen handelten nach diesem Prinzip, hier ein Beispiel.

 
 Bild 2: Ein Deutscher Pilot malt seine Abschüsse am Heck seines Fliegers.

Der Krieg wurde zum Sportereignis, gute Leistungen wurden vermerkt und wie Trophäen an Uniform, oder Gerät präsentiert, so wie man es eben auch mit den Abschussmarken auf Fliegern sah und auch heute noch sieht. 

Die Huldigungen außerordentlicher Taten, oder Leistungen inklusive und sei es nur ein Wochenschaubericht und Zeitungsartikel gewesen, die hochstilisierte Opferbereitschaft gipfelte ja in Goebbels Worten „Wollt ihr den totalen Krieg“, oder in Churchills Rede We Shall Fight on the Beaches

Nummer Vier ist also: „Förderung und Forderung von extremen Taten“

Hier braucht es übrigens noch ein Motiv und dies ist wohl eines der ältesten Propagandamittel überhaupt.

„Für Gott, Kaiser / König und Vaterland“; hieß es da Jahrhunderte lang, in den letzten Hundert Jahren, war es dann gerne die westliche Lebensart, oder der Sozialismus der den ein anderen Teil des alten Bekenntnisses, ersetzt oder auch erweitert hat-

Politische Ideologien werden Religionen gleichgesetzt, der vielfach zitierte politische Islam ist eine Variante, des einstigen politischen Christentums, das in manchen Ländern noch Heute als Argument für ihre Taten genutzt und bis zur Extreme gebracht wird, siehe dazu die die Legitimation der US Regierungen warum man den „Ungläubigen“ im Irak die Demokratie bringen muss.

Damit haben wir auch Nummer Fünf das Extremum der „Bereitschaft zum ideologischen Extremismus“ erfasst.
Denn letzterer kennt keine Grenzen, auch wenn ich mit einem Freund der bei den Grünen ist genau darüber sprach und er meinte ich würde Birnen und Äpfel vermischen, findet es doch Heute so statt.

Bild 3: Gottes Beruf ist es über die Terroristen zu richten…
Unsere Aufgabe ist es das Treffen zu arrangieren. (U.S. Marines)

Und wenn ich das Motto des US Marines Corps mir hier ansehe, akzeptiert habe und schlussendlich dies wörtlich in die Tat umzusetze, dann bin ich bei Nummer Sechs angelangt, „Der Umsetzung der extremen Tat“.

Dann bist Du Extremist, ab dem Zeitpunkt macht es – sofern Gott so denkt wie ich – keinen Unterschied mehr ob Du von staatlichen Wegen aus tötest, oder nicht. Das es rechtlich sehr wohl anders herum ist, hat mit den Menschen und ihrer Gesetzgebung zu tun und das ist wiederum eine andere Frage.

Danke für die Aufmerksamkeit, euer Sivic.

Written by Sivic

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