Investor gefunden – ÖVP steigt bei Murkraftwerk ein!

Es ist fast schon ein Wunder, nachdem sich Verbund und  Wien-Energie nicht  beim Murkraftwerk in Graz beteiligen, steigt nun die Volkspartei als Investor ein.

Der Pressesprecher der Energie Steiermark Urs Harnik-Lauris frohlockt bereits. Nachdem er ab Montag wieder beim Traummännlein auf ORF-Steiermark anfängt, ist seine vorläufig letzte Presseaussendung endlich wieder eine Erfolgsmeldung.

Bürgermeister Siegfried Nagl und Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer haben getreu dem Parteimotto „ÖVP – Wir sorgen für Bewegung“, heute früh in einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz, die Zukunft der Steirischen Volkspartei erörtet und den Einstieg der ÖVP als Großinvestor beim bislang nicht ausfinanzierten Murkraftwerk bekannt gegeben. Somit bewegt die Volkspartei gut 60 Millionen Euro aus ihrem Geldspeicher rüber in das Kraftwerk Puntigam. Der Speicherkanal ist indes noch immer nicht ausfinanziert, mit „Dreck“ will man von Seiten der Schwarzen nichts zu tun haben.

Indes sprach Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer stolz über die Finanzgebahrung seiner Partei. „Die Volkspartei hat in den letzten 10 Jahren gut gewirtschaftet, hervorragend bilanziert und durch die sehr hohe Spendenbereitschaft von Bevölkerung und Spendern, ein schönes Finanzpolster zusammengebracht.“, erklärte Schützenhöfer, der auch über die Gewinnprovision nach dem Wahlerfolg in Graz äußerst erfreut war.
Siegfried Nagl meinte dann, dass man dieses Geld nun in die Zukunft investieren wolle und sich am Murkraftwerk beteiligen werde. Immerhin hat die Grazer Volkspartei durch die Rodungen der Bäume an der Mur und den darauf folgenden Verkauf des Holzes, MIllionen an Einkünften lukriert, Hauptabnehmer waren Kunden der grünen Bildungselite die mit Pelletsheizungen ihre Häuser heizen.
„Dieses parteiübergreifende Wirtschaften sorgt dafür, dass das Kapital im Land bleibt und die Finanzmittel in den Wirtschaftsstandort Österreich einfließen, auch wenn die Bauarbeiter aus dem Ausland kommen!“, sagte Nagl zum Ende seines eineinhalbstündigen Monologes.

Auf die Frage hin, ob der chinesische Elektrobus-Produzent CRRC, dessen E-Busse seit 6 Monaten auf eine Zulassung für österreichische Straßen warten, wie bereits angekündigt, nun auch beim Murkraftwerk einsteigen will, sagte Nagl, dass man hier nicht auf einen grünen Nenner gekommen wäre. Die Chinesen dachten laut dem Bürgermeister, dass es sich bei der Staustufe Puntigam um ein Holzkohle Kraftwerk handle, dass die Baumstäume die ab und an in der Mur schwimmen, verheizen würde. „Da das chinesische Unternehmen, neumodischen Entwicklungen wie etwa durch Wasser angetriebenen Turbinen skeptisch ist, wird es wohl zu keiner Kooperation kommen.“, so der Grazer Bürgermeister.

Ob nun auch andere Parteien beim Murkraftwerk einsteigen ist offen, die SPÖ winkte aber bereits ab, nach der Wahl und dem verlorenen Stadtratmandat könnte man sich solche finanziellen Wagnisse nicht mehr leisten, Stadtchef MIchael Ehmann meinte nur dass man aufpassen müsse wofür man die vom Steuerzahler finanzierte Parteiförderung ausgibt.

APRIL, APRIL!

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