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288, Schon Satire oder doch nur ganz normaler Wahnsinn?

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Hallo zum 288. Sivicsblog!

Es gibt Dinge, die gibt es nicht, übermotivierte Beamte in der Türkei und Österreich haben mich die Woche da genauso zum Lachen gebracht, wie die Idee eines schneid- aber nicht feuerfesten Sackes um 130 Euro.


Es soll Dinge geben, die gibt es nicht, unter anderem haben nun US-Mathematiker der Universität Michigan bewiesen, dass die VFGH Richter mit der Aufhebung der Wahl falsch urteilten, denn die Berechnungen der Mathematiker ergaben dass es beim Wahlverhalten in Österreich eine klare Tendenz für Alexander Van der Bellen gegeben hätte.

Viel Spaß mit den folgenden Geschichten, die manchmal stark an Realsatire erinnern.

TÜRKEI, GTA CHEATCODES UNS DER PUTSCH!

Es gibt zwei Dinge die ich wirklich hasse, Gewalt gegen Menschen und billige Propaganda die das dann rechtfertigen soll.
Dass sich dazu noch schlecht informierte Journalisten die Propaganda machen gesellen und sich in der Darstellung mit einer positiven und gleichzeitig unterstützenden Haltung zu den Behörden profilieren, macht das Bild nur noch runder.


Video: GTA Cheatcodes, die wurden ganz sicher als Codewörter beim Militärputsch verwendet.

Die Junge Dame die hier im besten Türkisch erklärt, dass die GTA-CHEATCODES die Ermittler auf einer Müllhalde gefunden haben, geheime Losungsworte beim Putsch waren, ist ein sehr gutes Beispiel dafür wie leichtfüßig in der Türkei gerade Propaganda betrieben wird.
Hier sieht man wie leicht mit dem Finger auf irgendwen gezeigt wird und die Endeinstellung beim Clip-Mitschnitt (der Beitrag dürfte länger gedauert haben), rief ein Ermittler beim durchwühlen des Mülls „Erdogan wird Sie alle mit der Hilfe von Allah erwischen“ in die Kamera.

Meiner Meinung nach war die ganze Szene für die Kamera gestellt, dabei war auffallend dass die Ermittler beim durchwühlen des Mülls keine Handschuhe getragen haben, aber gut mancherorts nimmt man es ja nicht immer so streng mit Regeln.

ÖSTERREICH, FÖRDERUNG WEG WEIL ZUVIEL GETANZT!

Wahllinie U4
Bild: Wenn in Wien bei Konzerten das Publikum zum Tanzen anfängt, wird es schnell teuer.

Über das steiermärkische Tanzschulgesetz und seine durchaus weitläufigen Konsequenzen habt ihr ja vielleicht schon gehört, dieser Gebiets- und Branchenschutz soll verhindern, das nicht zertifizierte Laien Tanzunterricht geben dürfen und somit auch die Interessen der Kammer und ihrer Mitglieder geschützt bleiben.

Die Stadt Wien übertrifft aber diese Regelung mit ihrer Vergnügungssteuer, denn in Wien müssen Tanzveranstaltungen angemeldet werden.
Die Stadt unterhält dafür sogar eine eigene Abteilung in der die Eintrittskarten mit dem Wiener Wappen gestanzt werden.

Nun hat der heimische Elektronic-DJ „PAROV STELAR“ den langen Arm der österreichischen Gesetzgebung zu spüren bekommen.
2011 gab er in der Rinderhalle in St. Marx (Benannt nach dem heiligen Karl Marx) ein Konzert.
Ein Beamter vor Ort stufte die Veranstaltung jedoch nicht als Konzert sondern als Tanzveranstaltung ein, dass das Publikum beim letzten Lied „zu viel“ getanzt hätte.
Diese Entscheidung kostete Parov Stelar 10.000,- Euro, er ging dagegen in Berufung und verlor, die Rechnung hat sich mittlerweile durch die angefallenen Anwalts- und Gerichtskosten auf 18.000,- Euro erhöht.

Ich meine dass es Zeit wäre die Normierungswut zu beenden, sonst mutieren wir Österreicher noch zu Deutschen und das wäre ja bekanntlich Wiederbetätigung.

WAHLLINIEN, EINE INTERESSANTE WÄHLERANALYSE

Bild: Wahllinien, die Anwohner an der U4 in Wien, wählten mehrheitlich Van der Bellen.

Es gibt ja viele Möglichkeiten das Wahlverhalten abzubilden, eine recht interessante Herangehensart zeigt die Seite WAHLLINIEN auf. Die Seite präsentiert anhand von der Linienpläne der Stadt-Wien entlang welcher Stationen von Bus, Tram und U-Bahn die Wähler mehrheitlich Van der Bellen oder Hofer gewählt haben.

Solltet ihr also in Zukunft eure Fahrverhalten danach richten wo die meisten Anhänger für euren Lieblingkandidaten leben, dann könnte sich zumindestens für Hofer-Wähler die Weiterfahrt in Wien relativ schwierig gestalten.

TRUSTBAG OR TRUSTBUG?

Video: Der Trustbag von ABUS soll Dieben das Leben schwerer machen.

Der Trustbag soll Dieben das Leben schwerer machen und Kletterern das erklimmen von Palmen (siehe Video) erleichtern.
Ein System ist aber immer nur so gut bis es gehakt wird, dieser Versuch wäre mir persönlich zu teuer. Interessant wäre es trotzdem auszuprobieren ob dieser schnitt-, wasser- und RFID-sichere Sack auch feuerfest ist.
Peter und ich vertreten die Meinung dass ein Feuerzeug genügen musste um ein Loch in den Stoff zu brennen.

In diesem Sinne, bleibt sauber und haltet euch von offenen Feuern weg, steht sogar auf meinem Red-Shirt :).

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Written by Sivic

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