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170, Ich hätte da ein paar kritische Kommentare!

Willkommen zur 170. Ausgabe meines Blogs!

Ukraine, Syrien, Irak, IS, Russland, USA, EU und manchmal auch Iran und China, die Weltpolitik dreht sich seit fast einem Jahr im Kreis und hat sich auf einen Korridor der von der Ukraine übers Schwarze Meer bis zum arabischen Golf und teilweise bis zum Jemen ausgedehnt, wenn man der „Breite“ auch noch eine Länge verpasst, dann geht die „gefühlt“ von Afghanistan bis Libyen.

Ein Gebiet in dem in etwa 470.000.000 Millionen Menschen leben und 19 Staaten auf die ein oder andere Art und Weise von den Krisen der letzten 13 (seit 911) Jahre in dieser Region betroffen waren, oder auch nach wie vor sind.

Ich wollte einmal die Dimension dieser Konflikte aufzeigen, hinzu kommen noch weitere Staaten wie Zypern, Malta, Italien und Griechenland die ein Groß der Flüchtlinge aufnehmen, welche aus diesen Regionen versuchen in das „sichere“ Europa zu fliehen.

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Die Berichterstattung über die Geschehnisse in diesen Gebieten und die damit einhergehenden Debatten sind Teil unseres Alltags, wobei meistens der Spruch; „Jeder spricht darüber, aber kein weiß was wirklich passiert!“, gilt

Der „Putin-Versteher“ und Vorstandschef der Österreichisch-Russischen Freundschaftsgesellschaft Dr. Christoph Matznetter (ehemaliger Staatssekretär im Finanzministerium), nahm daher in der mich verdächtig an Inside Politics erinnernden Sendung „Klartext“ von ATV zu seiner Position Stellung, seine durchaus kritische Haltung zu den Geschehnissen rund um den Absturz/ Abschuss der MH-17 bezüglich, werde ich hier nicht weiter kommentieren, dazu soll jeder seine eigene Meinung haben.

Video 1: Christoph Matznetter sprach Klartext

Ich möchte allerdings auch nicht zu denen gehören die hier den Russen den Schwarzen Peter zu schieben wollen.
Putin sagte ja in dem ARD Interview welches ich in Beitrag 168 geteilt hatte, dass man Waffen finden kann, wenn man sie braucht. 
Ob die BUK-Raketenstellung von den Russen daher an einem bestimmten Ort gestellt wurde, damit man diese besser finden kann, darüber haben sich die Kollegen von Bellingcat Gedanken gemacht. Sie erstellten den sogenannten Bellingcat-Bericht, der einen Überblick auf die Lage und Bewegungen von militärischen Equipment rund um die Zeit des Abschusses der MH-17, vor Ort gestattet.

In diesem 35 seitigen Report, findet man Fotos und GPS-Koordinaten und allerhand Kartenmaterial, dass die Lagepostionen der möglicherweise in den Vorfall verwickelten BUK-Raketenselbstfahrlafette akribisch nachstellt.
Ich spreche den Kollegen meine Hochachtung für diese Arbeit aus, die zum Schluss kommt dass die Einheit am 17. Juli in der Nähe der möglichen Angriffsposition gestanden ist, was nicht heißt dass diese auch tatsächlich geschossen hat. Der Beitrag ist gleichermaßen auch eine Leistungsschau dafür, was moderner Journalismus und Hausverstand mit den Methoden, die uns durch das Medium Internet zur Verfügung gestellt werden, leisten kann.
Die Fahrzeuge 212, 221 und 332 und etliche andere wurden anhand von Fingerabdrücken, die man mittels einer Analyse von Beschädigungen, also verbogenen Blechen am Schürzenkleid über den Ketten, identifiziert, um somit auch deren Routen nachvollziehen zu können.

Man konnte sich nämlich nicht auf die Markierungen verlassen, diese waren stellenweise abgerieben, was keine Absicht sein muss, sondern kann durch die Witterung, oder unbeabsichtigte Beschädigungen passieren.

Was der Bericht offenlegt, ist jedoch dass es nun feststeht, dass ein russisches Waffensystem von der Kaserne in Kursk, in der Ost-Ukraine (Luhansk) stationiert war, ob dieses tatsächlich auch für den Abschuss verantwortlich war, das kann das Bellingcat-Team nicht sagen.
Selbst dann nicht wenn es Fotos vom Start der Raketen geben würde, die Situation ist nicht zuletzt aufgrund der starken medialen Propaganda, so vernebelt dass man so etwas als Reporter nicht vergessen darf. Wir wissen nur eins, dass fast 300 Menschen über der Ukraine abgeschossen wurden, die mit dem Krieg da unten nichts zu tun hatten.

Video 2: Großer Salon bei Puls 4.

Und wenn ich schon bei der Ukraine Krise und den Medienkrieg bin, dann darf man natürlich diese Folge von Pro & Contra nicht vergessen, die im November gedreht wurde. Johannes Voggenhuber und Dirk Müller gegen (?) Eric Frey und Wolfgang Petric, diskutierten hier wild 50 Minuten lang gegen- und miteinander über die Ukraine-Krise und die mediale Berichterstattung darüber.

Da Pro&Contra ja ein öffentlich-rechtlicher Inhalt auf Puls 4 ist, bemühte sich Corinna Milborn natürlich darum zu vermitteln uns mäßigend einzuwirken.
Ihr Kommentar, dass die Kritik an der Vernetzung von Journalisten, welche von der ZDF Satire Sendung „Die Anstalt“ aufgedeckt wurde, ein rein deutsches Problem ist und Österreichs-Medien besser dastehen, musste Sie natürlich besonders betonen.

Die ganze Diskussion zeigte jedoch die tiefe Spaltung in der gangen Ost-Frage auf. Das Jahr 2014 und sein Medienkrieg haben dazu geführt, das „Putin-Versteher“ und pro-westlich orientierte NATO-isten sich in allen Belangenmisstrauen. Vermittelt wird nicht mehr, geblockt um so mehr und wer sich versucht mildernd über die russische Position zu äußern, ist automatisch Hochverräter, das Schauspiel was Frey da abzog, ob berechtigt, oder nicht, war reine Hetze, die die Zahl der Kritiker am System erhöht und dafür sorgt, dass die Scharfmacher auf beiden Seiten, wieder Munition bekommen.

An dieser Stelle noch folgendes: „Willkommen in der deutschsprachigen Medienwelt RT-Deutsch!“

Cu Sivic

Written by Sivic

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