Schneechaos – Lawinenwarnstufe 5 in der Steiermark

Lawinenwarnstufe 5 in der Steiermark, entlang der Alpennordseite wurde durch Einsatzorganisationen und Landesregierung die höchste Gefahrenstufe für die Gebiete vom Dachstein über den Hochschwab bis zur Rax ausgerufen.

Seit Tagen informieren die Medien und Einsatzorganisationen über die zugespitzte Lage durch großen Schneemengen die im alpinen Raum niedergingen. In in vielen Teilen der Steiermark, Niederösterreichs, Oberösterreichs, Salzburgs, Kärntens und in allen Regionen Tirols und Vorarlbergs gilt mittlerweile weitestgehend die Lawinenwarnstufe 4.  Nach der einstündigen Landeskoordinierungssitzung mit Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer und seinem Stellvertreter MIchael Schickhofer gaben die beiden Spitzen der Landesregierung gestern bekannt, das ab Dienstagabend die Lawinenwarnstufe 5 für die gesamte Obersteiermark gelte.

LAWINENWARNSTUFE 5 ENTLANG DER ALPENNORDSEITE

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Bild: Von Vorarlberg bis nach Niederösterreich zieht sich derzeit das Band der betroffenen Regionen.

Betroffen sind insbesondere die Gebiete entlang der Alpennordseite, hier gelten je nach Einschätzung der zuständigen Dienststellen Warnstufen der Kategorie 4 und 5. Dabei zieht sich der betroffene Bereich vom Dachstein über den Hochschwab bis zur Rax. Die frischen Schneemengen sorgen derzeit für eine sehr kritische Gesamtsituation, so sind jederzeit Lawinenabgänge möglich.

Die Bewertung welche Lawinenwarnstufe gilt, wird durch 40 Lawinenkommissionen durchgeführt, diese werden auch demnächst durch ein eigenes Lawinenkommissionsgesetz (wie in Tirol) rechtlich legitimiert. Die diesbezüglichen Entscheidungen werden eng mit der Landeswarnzentrale in Graz koordiniert und zielen darauf ab, dass dadurch das Gefahrenbewusstsein innerhalb der Bevölkerung geschärft wird. Landeshauptmannstellvertreter Schickhofer appellierte dabei auf den gesunden Menschenverstand aller und verwies darauf, das wenn jemand sich leichtsinnig und fahrlässig in bringe, dieser die Einsatzkosten für die eventuelle Bergung selbst tragen müsse.

Bild: Michael Schickhofer warnte vor Übermut und Leichtsinnigkeit im Umgang mit der Lawinengefahr.

Auf Nachfrage der Österreich-Journalistin Svjetlana Simic verwies die Polizei auch darauf, dass das Entfernen von Straßensperren oder die Nichteinhaltung von Anweisungen der Sicherheitsbehörden, Verwaltungsstrafen mit sich bringe und hier Strafrahmen von bis zu 750 Euro möglich wären.

HUNDERTE HELFER IM EINSATZ

Hermann Schützenhöfer und MIchael Schickhofer bedankten sich außerdem für den Einsatz aller beteiligten Organisationen und erwähnten dabei insbesondere die Leistungen des Bundesheeres, der Rettung, der Feuerwehr und der Polizei. Denn aktuell sind hunderte ehrenamtliche und hauptberufliche Einsatzkräfte aktuell im Einsatz, dazu kommen eine Hundertschaft von freiwilligen Helfern als Personalreserve für die Hilfs- und Rettungsdienste.

Bild: Landeshauptmann Schützenhöfer dankte den Einsatzverbänden für ihren unermüdlichen Einsatz.

Genaue Zahlen über die eingesetzten Mannschaftsstärken konnten weder die Leiter der Einsatzorganisationen, noch die Spitze der Landesregierung nennen. Jedoch betonte man etwa seitens des Landesfeuerwehrverbandes, im Moment nur auf Kräfte aus den betroffenen und angrenzenden Regionen zurückzugreifen. Sollte es die Lage erfordern könnte man auch Feuerwehreinheiten aus den südlichen Landesteilen mobilisieren, auf Hilfe aus den anderen Bundesländern sei man momentan nicht angewiesen.

Wie lange die Wetterlage noch so anhält ist indes noch nicht absehbar, in den nächsten Tagen wird mit bis zu einem Meter Neuschnee gerechnet. Aktuelle Warnhinweise und eine Beurteilung der Gefahrenstufen finden sich auch auf der Webseite des steirischen Lawinenwarndiestes.

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