Das Bundesheer und Cyberwarfare – IKT Sicherheitskonferenz, Oberst Walter Unger, On The Grid Ep: 148

Seit 2002 führt das österreichische Bundesheer die sogenannte IKT-Sicherheitskonferenz durch, dabei geht es um einen Austausch von zivilen Stellen und militärischen Partnern im Bereich Cyber-Security. Heuer traf man sich dazu in Alpbach in Tirol.

IKT-SICHERHEITSKONFERENZ IN ALPBACH

Cyber-Sicherheit, Cyber-Abwehr, Cyber-Crime, das sind Beispiele für hunderte Stichworte die seit einigen Jahren durch die Medien geistern und auch in der modernen Kunst ihren Einzug fanden.
Im Wesentlichen geht es dabei zu umschreiben, was durch Einbrüche in elektronische Systeme passieren kann. Dabei geht es auch sicherheitstechnischer und militärischer Sicht insbesondere um den Schutz kritischer Infrastruktur und Computernetzwerke die für das Funktionieren eines Staates von essentieller Bedeutung sind.

Dazu lädt das österreichische Bundesheer einmal jährlich zur IKT-Sicherheitskonferenz, bei der es neben Vorträgen zu den verschiedensten technischen Aspekten im Informatik-Sektor auch Beiträge im Bereich Management, Stress- und Risikobewältigung sowie Vorführungen und Wettbewerbe gibt. Mittlerweile hat diese Tagung eine Größe von knapp 2.500 Teilnehmern erreicht und gilt laut Bundesheer als einer der wichtigsten Veranstaltungstermine im Bereich IT-Sicherheit in Europa. Dabei sind fast 80% der Besucher Zivilisten.


Video: Interview mit Oberst Walter Unger vom Abwehramt zu den Inhalten der IKT-Sicherheitskonferenz.

Doch nicht nur die Gefahren aus dem Internet standen im Fokus des zweitägigen Wissensaustausches, auch die Bedrohung die von Drohnen ausgeht, war ein wesentlicher Bestandteil der heurigen Tagung. So erklärte etwa Oberst Walter Unger vom Abwehramt des österreichischen Bundesheeres im Interview mit Claudio Schiesl, welche Gefahren einseits in der digitalen Welt für Staat und Wirtschaft lauern und andererseits, welche Fähigkeiten das Bundesheer im Bereich der Drohnenabwehr entwickelt hat. Dazu gab es auch Vorführungen am Außengelände des Congresszentrums Alpbach.

CYBER-SECURITY-CHALLENGE – EIN HACKERWETTBEWERB SOLL TALENTE FÖRDERN

Gleichzeitig zu diesem Treffen, findet mit der Cyber-Security-Challenge ein Wettstreit statt, in dem Schüler und Studenten in unterschiedlichen Altersklassen gegeneinander in Teams antreten. Dabei gilt es etwa Lücken in Computersystemen zu finden, auszubessern und die Ergebnisse vor einer Fachjury und Publikum zu präsentieren. Ergänzend dazu sind auch bestimmte Herausforderungen zu bewältigen, die nicht unbedingt etwas mit dem Hacken von Elektronik zu tun haben.
Dabei geht es insbesondere auch um die Team-Bildung damit eine Mannschaft auch in Stresssituationen entsprechend aufeinander eingespielt ist.

Dieses Turnier wird von den Veranstaltern mit einer Mathematik-Olympiade verglichen und soll den herangehenden IT-Spezialisten auch als Möglichkeit dienen, Kontakte zu Industrie, Bundesheer und anderen Behörden herzustellen. Als Preise winken hier neben Laptops und anderen technischen Spielereien auch Praktika bei renommierten Unternehmen.

Erklärtes Ziel ist es dabei, Talente zu fördern und den Fachkräften von morgen die Möglichkeit zu geben sich einerseits auf der technischen Ebene zu entfalten und andererseits ihnen bereits frühzeitig berufliche Perspektiven in der Privatwirtschaft oder auch beim Militär schmackhaft zu machen. Auch das ist mittlerweile ein Grund warum sich mittlerweile fast 90 Institutionen und Firmen an der IKT-Sicherheitskonferenz beteiligen, damit nicht nur Ideen oder Projekte vorgestellt werden, sondern auch neue Mitarbeiter für sich zu gewonnen werden können.

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