Gedanken zur Europa- Afrikafrage!

Wir leben in aufregenden Zeiten, dieses Zitat haben wir schon oft gehört und dieser Satz hat viele von uns geprägt. Ich will persönlich keinen Moment dieses Lebens verpassen und genieße es soweit es mir möglich ist.

Die Frage ist wie lange noch? Die Europafrage ist hier ein äußerst wichtiges Thema, nein dies ist jetzt kein Antieuropathread, ich bin selbst Mitglied der Piratenpartei und somit gehöre ich einem gesamteuropäischen Projekt an. Ich sehe aktuell einfach die Gefahr, das nationale Poltik sich zur sehr auf die europäischen Tätigkeiten ausweitet.

Hier sind Fragen, wie die Ausländerdebatte, die Einfluss auf eine gesamteuropäische Integrations-, Wirtschafts-, Innen- und Außenpolitik haben existenziell wichtig. Man versucht mit Quotenregelungen die Asylpolitik auf die einzelnen Länder aufzuteilen, was im Prinzip ja nicht schlecht ist, aber wohl keine optimale Lösung darstellt. Denn die einzelnen Länder agieren getrennt voneinander, Europa schließt sich somit ein, der Bau von Grenzzäunen in den spanischen Enklaven an der afrikanischen Küste, die italienischen Asylzentren und die Weisung der italienischen Regierung keine afrikanischen Schiffbrüchigen mehr retten zu dürfen sind nur die Spitze des Eisberges.

Und da fragt man sich nun eines, sind wir dumm?

Einerseits ist Europa einer der monitär reichsten Kontinente, andererseits haben wir sowohl am eigenen Kontinent als auch vor unseren Küsten die Armenhäuser der Welt, nein Nordafrika ist nicht so arm, aber die Leute emigrieren ja vor allem aus den zentral-, west und ostafrikanischen Ländern, Länder die mit der Aidsepidemie konfrontiert sind, die finanziel vor dem Ruin stehen (siehe Madagaskar), Staaten in denen man sich aussuchen kann, ob man in einer Militärdikatur, oder doch in völliger Anarchie lebt und wenn Teilstaaten sich abkoppeln und dort halbwegs stabile und demokratische Systeme aufbauen, werden diese nicht anerkannt (siehe Somaliland).

Nein Europa ist nicht dumm, anscheinend nur ratlos, es erkennt eine Republik Kosovo an, was absolut richtig war, aber es erkennt nicht die Probleme in Afrika oder schaut besser gesagt einfach nur zu, entsendet Fregatten und Zerstörer vor die somalische Küste und spricht mit halbseidenen Politikern, anstatt die dort vorherrschende Probleme richtig anzugehen.

Und gleichzeitig verteidigen unsere Matrosen Fischer die verbotenerweise in somalischen Gewässern ohne Konzession fischen und den Somali ihre Nahrungsquellen wegnehmen, nur damit wir zuhause in unseren wohltemperarierten Wohnungen und Häusern billigen Fisch genießen dürfen. Hier lauft doch etwas eindeutig verkehrt!

Und ganz ehrlich, jeder der in sich geht und normal denkt, müsste jetzt die Situation der Somali verstehen, da würde wohl jeder andere Schiffe überfallen, weil die Europäer und Chinesen quasi in bester Kolonialpolitik sich Dinge sichern, die nach internationalen Recht nicht korrekt sind.

Und wo wir schon bei China sind, wer glaubt ihr die ihr diesen Artikel lest, ist aktuell am meisten bemüht sich die afrikanischen Bodenschätze zu sichern?

Richtig China und die USA, die Europäische Union vergibt eindeutig eine historische Chance, man gründete zwar Sarkozy’s Club Med (Union für das Mittelmeer), aber außer das man sich quasi mit Libyen(Beobachter), Agypten, Marokko, Mauretanien, Tunesien und Algerien arrangiert. Ist da nichts wesentliches zu sehen.

Achja stimmt, Europa schickt in Sachen Afrika, jetzt immer dort Truppen hin, wo die französische Fremdenlegion überfordert ist (Tschad).

Aber wirkliche Aufbauhilfe, oder Afrikapolitik sieht etwas anders aus, Europa müsste mehr tun und viel mehr helfen weil vorallem aus historischer Sicht haben wir Europäer gegenüber den Afrikanern eine enorme Verantwortung.

Gruß Sivic

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